Seh-, Beobachtungs- und Wahrnehmungsübungen

Bildschirmfoto 2016-06-26 um 16.52.05

Über ein Drittel der Gehirntätigkeit wird aufs Sehen verwendet. Die Welt bietet einen unendlichen vorrat an Bildern. Man sieht nicht nur, um sich zu schützen, um sich zu orientieren, sondern auch wegen der Freude am Sehen, der Freude an Schönheit, an Farben, Formen und Mustern.

Seit Menschengedenken hat es deshalb Gestaltung und Kunst gegeben. Es hat sich eine Parralelwelt, eine bilderwelt etabliert, hinter der die Reale Welt mitunter zu verschwinden droht.

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Künstler und Kinder

Die Jagd nach dem Unwahrscheinlichen

Vilem Flusser hat die Befürchtung geäußert, dass die Menschen durch die zunehmende Automatisierung – auch im Bereich der Fotografie – ihre Eigenständigkeit und Kreativität verlieren und zu willenlosen Anhängseln ihrer programmierten Apparate werden. Vor diesem Hintergrund riet er den Fotografierenden, gegen die Programme und Apparate an zu fotografieren.

Seiner Ansicht nach ist der Apparat (als Folge vorangegangener Realisationen) eine Menge von möglichen Bildern. Der Fotograf ist (als Folge vorangegangener Realisationen) ebenfalls eine Menge von möglichen Bildern. Und schließlich sind auch die im Raum schwirrenden Photonen (als Folge vorangegangener Realisationen) eine Menge von möglichen Bildern. Der Fotograf ist freilich durch sich selbst und durch die Möglichkeiten seines Apparats und der ihm begegnenden Photonen in seinen Möglichkeiten eingeschränkt, seine Freiheit ist insofern nicht absolut, sondern ‚programmiert‘. Die Kunst besteht nach Flusser darin, die Einschränkungen und Programmierungen in den Dienst des eigenen Wollens zu stellen. Der Fotograf muss wollen, was der Apparat kann, aber der Apparat muss tun, was der Fotograf will.

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Kulinarik und Fotografie: Bilderrätsel

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Die Idee zu dem Projekt „Bilderrätsel“ ist im Projekt entstanden, als wir uns darüber unterhielten, dass eine Teilnehmerin häufig Sprichwörter, die Essen zum Thema haben, verwendet. Da wir eine nostalgische Vorliebe für Sprichwörter bei uns selbst entdeckten und die Einfachheit schätzen, mit der man eine Aussage kurz und präzise in einem Sprichwort verpacken kann, entschieden wir uns dafür, ein fotografisches Projekt zum Thema „Essens-Sprichwörter“ zu entwickeln.

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Ein paar Gedanken zu jugendlicher Medienkompetenz

Ich bin in verschiedenen Diskussionen immer wieder auf die Frage gestoßen, warum den Mechanismen der Werbeindustrie, die dazu dienen Kinder und Jugendliche zu beeinflussen, keine größere Aufmerksamkeit z.B. in der Schule gewidmet wird. Es wird von den Jugendlichen verlangt, selber zu erkennen, dass die Darstellungen in der Werbung in der Regel nicht der Realität entsprechen und Werbepsychologie zur Manipulation der potentiellen Kunden eingesetzt wird.

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